Montag, 7. März 2016

Was ich so die restlichen Sommerferien gemacht habe:

Liebe Alle!

Sorry, dass ich so lange nichts geschrieben habe, im letzten Monat war einfach so viel los.
Im Januar hingegen ist nicht so viel passiert, ich war so gut wie jeden Tag am Strand schwimmen, auch bei etwas schlechterem Wetter ist es dort echt schön. Man kann kilometerweit in die Ferne gucken und sieht nur ein paar Menschen. An diesen Tagen ist das Wasser sogar lauwarm und von den Wellen wird man im Wasser herumgeschleudert.
Der Strand in El Pinar

Mit meinen Geschwistern haben wir Weihnachtskekse gebacken, da das Paket mit den Ausstechformen mit ein bisschen Verspätung angekommen ist. Die Kekse haben wohl allen ziemlich gut geschmeckt, nach einem Tag war die Dose im Kühlschrank nämlich schon leer.

Die letzten zwei Tage im Januar hat die Orientación zur Hälfte des Austauschjahres stattgefunden. Wir haben zwar viel geredet, aber ich könnte jetzt nicht behaupten, etwas neues gelernt zu  haben. Trotzdem war es schön, die Zeit mit den anderen Austauschschülern zu verbringen.
Direkt im Anschluss an die Orientación sind dann einige direkt zu den Cataratas del Iguazú weitergefahren. Die 275 Wasserfälle liegen im Länderdreieck von Brasilien, Argentinien und Paraguay. Nach insgesamt 24 Stunden sind wir endlich im Hotel (auf der brasilianischen Seite) angekommen. Durch die Wartezeit an den Grenzen, einmal zwischen Uruguay und Argentinien (von 2.00 bis 4.00 nachts) und kurz vorm Ziel noch einmal zwischen Argentinien und Brasilien, hat sich die Reise etwas in die Länge gezogen. Die Sitze waren aber recht gemütlich, sodass schlafen kein großes Problem war und die restliche Zeit ist auch echt schnell vergangen, weil man sich mit den anderen Austauschschülern einfach immer was zu erzählen hat. Im letzten Teil der Fahrt, in der Provinz Misiones in Argentinien, konnte man zusehen, wie sich die Umgebung verändert hat. Die Erde wurde immer röter und die Bäume immer dichter, bis wir dann im Dschungel bei den Cataratas (=Wasserfälle) angekommen sind.
Am ersten Tag haben wir die brasilianische Seite
besucht, von dort aus hat man einen tollen Panoramablick. Es wurden viele Fotos geschossen und die meisten wollten gar nicht mehr weitergehen, so beeindruckend war die Aussicht. Deshalb mussten die YFU Freiwilligen uns die ganze Zeit weiterscheuchen, damit wir pünktlich zu unserem Nachmittagsprogramm auf der argentinischen Seite (wieder durch die Passkontrolle) ankommen. Im Endeffekt ist der Plan dann doch nicht so ganz aufgegangen, wir hatten zehn Minuten im Hotel, um die nassen Klamotten zu wechseln (Es wurde wirklich alles nass, bis zu meinen wasserfesten Schuhen, weil das Wasser von oben hinein gelaufen ist) und uns für die Iguazú Forest Tour fertig zu machen.


Bei der Iguazú Forest Tour geht man in den Dschungel, zuerst sind wir mit einem Truck durch die immer weniger besiedelten, unasphaltierten Straßen gefahren und sind anschließend bis zu den Orten gelaufen, wo man Canoping und Rappel machen kann. Beim Canoping/Zip Line sind wir eine insegsamt 800m lange Tour durch den Dschungel geflogen, das war wirklich ziemlich atemberaubend. Bis zum Horizont hat man nichts anderes als das Grün der Bäume gesehen. Beim Rappel seilt man sich eigentlich in einem kleineren Wasserfall ab. Allerdings hatte es vorher viel geregnet, sodass wir uns nur an einer Steinwand abgeseilt haben (Die Filme dazu könnt ihr hier angucken). Ein bisschen schade, aber der Regen hatte trotzdem Vorteile: Es war nicht so heiß, wenn die Sonne scheint wird es wohl schnell mal 50°C warm, da ist es wohl doch deutlich angenehmer sich alles bei 30°C anzusehen. Außerdem hatten die Wasserfälle wesentlich mehr Wasser, als an weniger regnerischen Tagen. Wir sind dann schnell wieder zurück ins Hotel, natürlich nicht ohne unser liebste Zeitvertreibung, die Passkontrolle. Vor dem Abendessen wurde sich dann gründlich vom roten Schlamm befreit, da es in ein 5 Sterne Restaurant ging. Es gab, wie auch die anderen Tage, ein reichlich gefülltes Buffet und super leckeren Nachtisch(Hunger hatte ich eigentlich nie). Gleichzeitig wurde auf einer Bühne passend zu Ländern Lateinamerikas gesungen und getanzt. 
Den nächsten Tag haben wir die ganze Zeit auf
der argentinischen Seite verbracht (noch einmal durch die Passkontrolle). Mir hat die argentinische Seite besser gefallen, weil man dort viel näher am Wasser entlang gelaufen ist. Wir sind auch in einem Boot fast unter den Wasserfällen durch gefahren, sodass alles klitschnass wurde. Leider war auf den Wanderwegen ziemlich viel los, um die ganzen Wassermassen richtig auf sich wirken lassen zu können, es war aber trotzdem beeindruckend. Auf einer Plattform, an der Garganta del Diablo (= Teufelsschlund) war die fallende Wassermenge am größten, man hat nur weißen Nebel gesehen, wenn man in die Tiefe geguckt hat und das Wasserrauschen war auch echt laut. Auf dem Rückweg sind wir dann noch einmal ziemlich nass geworden, es hat so sehr geschüttet, dass die Regenponchos auch nicht geholfen haben, irgendwo ist Wasser hinein gelaufen, sodass das Plastik nur an der Haut geklebt hat.







Am nächsten Tag haben wir uns auch schon wieder auf den Heimweg gemacht. Bevor wir ein letztes Mal die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien überquert haben, waren wir noch in einem Vogelpark (Parque das Aves) mit sehr vielen tropischen Vögeln.

Wir sind dann mittags wieder in Montevideo angekommen, von wo dann alle alleine mit dem Bus nach Hause gefahren sind.

Grenzüberquerungen:
Uruguay-Argentinien/Argentinien-Uruguay: 2
Argentinien-Brasilien/Brasilien-Argentinien: 6
In meinem Reisepass sind die ersten Seiten jetzt vollgestempelt.

Als ich zu Hause angekommen bin, wurde ich gleich mit dem Vorbereiten des 15. Geburtstags meiner Schwester empfangen. Es hat total viel Spaß gemacht, weil alle mitgeholfen haben, Freunde, Familie und Nachbarn. Am nächsten Tag konnte ich dann erstmal ausschlafen und danach ging es gleich weiter mit den Vorbereitungen. Nachts wurde dann die ganze Zeit getanzt und ich persönlich habe die Feier echt genossen, weil ich so gut wie jeden kannte.

Anschließend sind wir dann eine Woche in Santa Teresa campen gewesen, direkt am Atlantik:

Unsere Dachbox
Der Blick von unserem Zelt
Kim, sehr begeistert vom Surfen ;D
Nächsten Dienstag fängt die Schule dann wieder an, der Gedanke ist ziemlich komisch, ich hatte die Schule nach den drei Monaten Ferien schon längst aus meinem Gehirn gestrichen :P

Es ist jetzt fast sieben Monate her, seit ich mich von allen in Deutschland verabschiedet habe, vier weitere Monate habe ich hier noch. Die Zeit bis jetzt verging wirklich wie im Flug, auch wenn es mir schon ewig vorkommt, aus dem Flugzeug gestiegen zu sein.

Alles, alles Liebe aus Uruguay,
Kim

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